Freitag, August 14, 2020
Kuestennebel gewinnt in Lobby A Sprint- und Hauptrennen

Kuestennebel im 16-Runden-Sprint nach drittem Platz in der Qualifikation erfolgreich

 

In Lobby A startend hatte der „Nameless Motorsport“-Pilot mit seinem Qualifikationsergebnis, welcher den Start aus der zweiten Reihe (P3) bedeutete, große Ambitionen die Gegner beim ersten „Driver Series“-Event anno 2020 zu besiegen. Auf der Kurzvariante von Suzuka, der weltbekannten Strecke, die sich inmitten der Fahrbahn ausgangs der Degner-Kurven kreuzt, wurde nach der langgezogenen Dunlop-Kurve die Kurzanbindung Richtung Start/Ziel genutzt. Zum Auftakt wurde die KTM X-BOW R Baujahr 2012 gefahren.

 

Doch zurück zum Renngeschehen. Kuestennebel hatte einen soliden Start. Im typischen Startgedrängel behielt er Übersicht und blieb auf seinem Platz. Nookal (Dirty Old Bastards) hatte in der Anfahrt der S-Kurven weniger Glück. Der Österreicher hatte die Grasnarbe unglücklich erwischt. Ein fataler Fehler. Er rutschte in der Folge quer über die Fahrbahn. „Monkeyboys Racing“-Fahrer Ben war nur noch Passagier. Anhand der gezeigten Aufnahmen schien er Nookal minimalst erwischt zu haben, als dieser bereits quer zur Fahrtrichtung über das schwarze Gold auf dem Weg 

 An der Spitze hingegen, und das noch in der Startrunde wohl bemerkt, drückte sich Kuestennebel an dem Führungsduo Leichse (…) und Pasco (Midnight Crew) vorbei. TV-Bilder dazu gab es leider nicht. Der Zeitmonitor und das Jubeln der japanischen Fans, die für ihre Motorsportbegeisterung weltweit bekannt sind, verlautbarten dieses Überholmanöver.

 

Weitere Aufregung fand in Runde 6 statt. Im Kampf zwischen Felix (Monkeyboys Racing) und AKMakko (Midnight Crew) verschätzte sich letzterer im Windschatten des MBR-Piloten in den Kurven 1-2 mit dem Bremspunkt bzw. Bremsdruck. Da die Randsteine an der Außenseite mit Kunstrasenteppiche umrandet sind, konnte der Deutsche kein Grip für seine Reifen fassen. Seinen sechsten Platz war er los. Simba (…) und Ben (Monkeyboys Racing) waren vorbei. AKMakko war nur mehr auf P8. 

Bei einer Rundenzeit von knappen 56 Sekunden verfliegen einem die Runden einfach nur so. Und genau das ist geschehen. Es waren etwas mehr als 10 Minuten vergangen, da waren die Fahrer bereits in Runde 13. In Kurve 2, einer beliebten Stelle zum Ausbremsen des Gegners, drückte sich Chris (Monkeyboys Racing) an Leichse vorbei – und das mit der Brechstange. Es wurde um den zweiten Platz gefahren, sprich der direkten Verfolgung des erstplatzierten Kuestennebel.

 

Und dann wartete bereits die letzte Runde – Runde 16. Kuestennebel, der eine absolut beeindruckende Leistung für „Nameless Motorsport“ hinlegte, war bereits dem Feld davongefahren, Chris konnte ihm nicht mehr gefährlich werden. Leichse schien dem dritten Platz entgegen zu fahren. Um P4 stritten sich unterdessen Pasco und Felix. In der Hitze des Gefechts verlor Pasco die Kontrolle über sein Fahrzeug. Am Ende wurde er noch 11ter. Nookal, der am Anfang des Rennens ebenfalls seinen Fauxpas hatte, musste mit P12 das Rennen schlichtweg abhaken.

Kuestennebel das Maß der Dinge im Hauptrennen – und das vom letzten Startplatz

 

Im 47-ründingen Hauptrennen zum Abschluss der Lobby-A-Veranstaltung in Japan sah die Startaufstellung die umgekehrte Zielankunft des Sprintrennens vor. Diese hat bedeutet, das Nookal, der Zwölfter wurde, auf dem ersten Startplatz eine neue Chance auf den Sieg bekam. Neben ihm stand Pasco, der ebenso in der Pflicht stand. Reihe 2 füllten Micha (Monkeyboys Racing) und AKMakko. Noch kurz vom Hauptrennen war das Sprintrennen von statten gegangen. Die Fahrer, die nun das ca. Dreifache zu bewältigen hatten, durften unter keinen Umständen ihren Fokus verlieren. Jetzt zeigte sich, wer ein Endurance oder ein Sprintfahrer war, mit klarem Vorteil für die Lansgstreckenveteranen.

 

Das Ausgehen der Startampeln bedeutete das gleichzeitige Losfahren des 12-köpfigen Feldes. Bereits zu Beginn schnappte Pasco Nookal die Führung aus den Händen. Leichse, der aufgrund seines dritten Platzes auf P10 losfahren musste, gelang ein Blitzstart. Nach Runde 1 war er bereits auf P7. Doch dies sollte nur eine Momentaufnahme sein, denn sowohl er, als auch Kuestennebel stoppten bereits in Runde 1. Eine andere Strategie wurde bereits früh im Rennen eingeschlagen.

 

Chris war ebenso gut wie Kontrahent Leichse in das Rennen gestartet. Bereits früh konnte er sich im Mittelfeld etablieren. Sprich, während Pasco und Nookal an der Spitze alles gaben, um den Feld zu enteilen, machten Chris, Leichse und Kuestennebel im übertriebenen Sinne das Doppelte um durch das Feld zu pflügen, sodass sie die Siegertrophäe in ihren Schrank stellen durften. Einen oben drauf legte der MBR-Fahrer, als er auf den Boxenstopp in der fünften Rennrunde in Gemeinschaft mit u.a. „Dirty Old Bastards“ und der „Midnight Crew“ ablehnte und einen weiteren strategischen Weg einschlug. Die Ingenieure an den Boxenmauern rissen sich die Haare aus. Fünf absolut schnelle Fahrer auf drei Strategien – welche war nun die Beste? 

So wurde Runde um Runde abgespult. Etliche Positionskämpfe fanden bis Rennhalbzeit statt. Kustennebel, Pasco und Leichse lieferten sich einen Dreikampf, während Nookal die Segel zu streichen versuchte. Chris´ Teamkollege Ben war auf dem sechsten Platz fahrend plötzlich ein weiterer Anwärter auf den Sieg gewesen. In Lauerstellung wartend war er jederzeit bereit, minimale Fehler der Vordermänner eiskalt und abgebrüht zu nutzen. Die Strategie würfelte die Reihenfolgen mehrmals durcheinander. Fast schon im Wechsel führte zeitweise Nookal, dann war es Kuestennebel, der das Zepter an Pasco abgab, worauf dieser ihn an Ben verlor. Es war hochspannend.

Im finalen Rennviertel, sprich um Runde 36 herum, war die Reihenfolge plötzlich bei Pasco, Nookal, Leichse, Kuestennebel und Ben angelangt. Jeder Fahrer musste noch einmal anhalten. Bloß war die Frage: Wann? Eine Antwort gab es kurz darauf. Die „Midnight Crew“ beorderte Pasco zuerst an die Box, eine Runde später stand der Lollipop-Mann der „Dirty Old Bastards“ bereit. Und so lief das bis Runde 42. Leichse, der den finalen Stopp des Tages hinlegte, verlor mit dem Undercut den meisten Boden – dachten sich zumindest viele

 

In der Reihenfolge Kustennebel, Pasco, Nookal und Leichse ging es in die Schlussphase. Alle waren sich sicher, dass dieser späte Stopp und die längere Fahrzeit auf dem Asphalt seitens Leichse das sichere Ausscheiden für ein Podest bedeutete. Doch die frischesten Reifen hatte er. Im Rückspiegel Nookals wartend trieb er ihn in einen Fehler. Nookal unterlief ein Fehler, der den dritten Platz für Leichse bedeutete – vorerst.

 

In der letzten Rennrunde (ca. 45 Minuten Fahrzeit waren vergangen) war Kuestennebel an der Spitze bereits auf dem sicheren Weg zum Sieg. Pasco, der auf P2 fuhr, schmiss das Auto in Kurve 1 weg und ließ Leichse mit Nookal im Schlepptau vorbeiziehen. Das war eine Schlussphase, die sich so keiner ausgerechnet hätte. Kuestennebel war sicherer Sieger, Leichse staubte Silber ab und Nookal freute sich über einen (überraschenden) dritten Platz.

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